Sonntag, 30. Dezember 2007

Nach langer Zeit...

... bin ich mal wieder an einem neuen Post verfassen.
Ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes Weihnachtsfest und ein paar erholsame Tage!? Die ganze Adventszeit hindurch habe ich nichts mehr von mir hier hören lassen. Nun also eine Kurzzusammenfassung: Es war viel los! Dies ist auch der Grund für meine Schreibfaulheit auf meinem Blog. Die Uni ging in ihre letzte Runde, am 21. Dezember waren die letzten Veranstaltungen des Herbstsemesters. Das hieß vorallem für mich, dass ich noch einige Übunggruppen vorbereiten und halten, zwei Paper schreiben, die vor Weihnachten abgegeben werden mussten, natürlich wie immer viel lesen und nebenher noch alle gesellschaftlichen Events mitnehmen musste ;-).
Gleich zu Beginn des Dezembers fand der offizielle Weihnachtsball statt. An jenem kam man zuerst zu einem gemeinsamen Dinner zusammen, ging dann in eins der Dorms um Alkohol zu trinken (das war net so mein Lieblingsteil, da einfach sinnlos nur so rumzustehen und sich mit Alkohol zuzuschütten, als gäb's kein morgen, ist eine Ami-Angewohnheit, die sich mir noch nicht erschlossen hat) und am späteren Abend stieg ein Ball/Disco in Ballkleidern im großen Saal des Seminarys. Es war ein schöner Abend und eine tolle Abwechslung!

Vom Chor aus gab es ebenfalls viel zu tun. Der Touring Choir war im Umland unterwegs und hat im Seminary-Gottesdienst gesungen. Ein extra fürs Weihnachtslieder singen zusammen gestellter Chor ist zum Princeton House gefahren, eine Einrichtung für psychisch Kranke und hat dort auf verschiedenen Stationen gesungen. Und der Höhepunkt der Adventssaison war das Weihnachtskonzert des Chores am Mittwoch vor Weihnachten, wo wir zwei identische Konzerte nacheinander gegeben haben, damit uns alle hören konnten, die wollten.


Die größte Errungenschaft des Monats? Die hat gar nichts direkt mit Amerika zu tun, sondern eher mit meiner alten Heimat: Das Stift in Tübingen hat endlich jedem Zimmer einen Internetzugang ermöglicht. Juhu!!! Da war die Bahn frei für Skype-Gespräche und Chats.


Und zum Schluss, am letzten Tag der Vorlesungszeit kam der Rest meiner Familie hier in NYC an. Die Zeit über Weihnachten haben wir in Princeton verbracht, von wo aus wir einen gemeinsamen Ausflug nach New York unternahmen und die Anderen ohne mich noch zwei weitere Male in die City fuhren, da ich die Zeit brauchte, um an meinen Final Papers weiterzuschreiben. Seit gestern sind wir auf dem Weg hoch nach New Hampshire. Dort werden wir über Silvester sein, bevor wir am 2. Januar zurück nach Princeton fahren, da am 3. Januar der nächste Besuch für mich landet, Julian.

Hoffentlich bald wird es auch mal wieder eine Sammlung von Bildern geben. Dann könnt ihr euch einen weiteren Eindruck von meiner Zeit hier verschaffen.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2008! Auf dass es ein tolles Jahr mit vielen tollen Erlebnissen und Menschen werde!

Donnerstag, 22. November 2007

Thanksgiving

Heute begannen die ersten richtigen Ferien im neuen Akademischen Jahr: A couple of days of Thanksgiving recess which are considered to provide some time for relaxation and family. (Sorry, für den englischen Satz, aber mir wollte grad keine passende Übersetzung ins deutsche einfallen. Tja, das passiert leider immer öfter. Oder sollte ich sagen, Gott sei Dank?) Seit Beginn der Woche sind die meisten fleißig mit Vorbereitungen für Thanksgiving beschäftigt. Sehr viele Kommilitonen sind spätestens gestern Abend nach Hause gefahren. Und auch ich musste mich richtig vorbereiten, denn ab morgen hat die Bibliothek bis Sonntag zu und auch die Caféteria kocht bis Montagmorgen kein Essen für uns. Deshalb ging's heute morgen erstmal in die Bibliothek zum Kopieren. Die guten Vorsätze zum Arbeiten sind da! Und heute Mittag unternahmen Laura, Emöke und ich eine kleine Wanderung zum Supermarkt. Der Weg führt herrlich durch tolle Landschaft direkt an einem Fluß lang. Nach ca. einer Stunde waren wir am Supermarkt. Und auch dort war die Festtagsstimmung zu spüren, denn der Laden war voll von Leuten, die noch etwas für die Feiertage brauchen. Nicht zu vergessen die aufgetürmten toten und tiefgefrorenen Truthähne! Höchst merkwürdiger Anblick und vorallem kein appetitlicher.
Auch ich werde etwas von der Festtagsstimmung hautnah miterleben. Morgen früh bin ich zu einem Thanksgiving-Frühstück eingeladen und am Nachmittag geht's zu einer amerikanischen Familie nach Hause. Ich bin gespannt wie's wird!
Am Freitag gibt's gleich nochmal ein verspätetes Thanksgivingessen, zu dem ich auch eingeladen bin. Kurzum, meine nächsten Tage bestehen hauptsächlich aus essen. :-)

Montag, 19. November 2007

Dance Party

Im letzten Post erzählte ich von der Dance Party, die ich gemeinsam mit zwei Freundinnen hier organisiert habe. Ich habe die Bilder auf meine Facebook-Seite geladen. Für alle die nicht im Facebook sind, reicht dieser Link: http://www.facebook.com/album.php?aid=10628&l=a9e3b&id=519473917
Dann bekommt ihr einen kleinen Eindruck von unsrer Party und vorallem davon, wie unendlich heiß es in diesem Raum war... :-)

Sonntag, 18. November 2007

Lang, lang ist es her...

...daß ich hier das letzte Mal etwas von mir hören haben lasse und es wird Zeit etwas mit meinen Erzählungen aufzuschließen.
Die Uni ist am laufen und deshalb ist vieles, was ich erlebe, Alltag. Alltag heißt für mich, dass ich viele Texte lesen muss, Paper schreibe und auf Prüfungen lerne. Alltag heißt aber auch, mit neuen Freunden einen Kaffeestundenplan ausarbeiten, um sich dann regelmäßig zu einem solchigen zu treffen. Auf dem Bild kriegt ihr einen Eindruck, wie das hier dann aussieht. Leider fehlt die Vierte im Bunde...

Alltag heißt ebenfalls, oft in den Chor oder zu Zusatzproben zu gehen, da ich sowohl im Chapel Choir (dem normalen Chor) als auch im Touring Choir (dem nicht so normalen Chor) singe. Der Touring Choir ist eine Chor, der sich immer einmal vor einem Auftritt zu einer Sonderprobe trifft und dann in Gemeinden fährt, um dort den Gottesdienst zu gestalten und als "Botschafter" des Seminary's zu dienen. Musik ist aber auch außerhalb des Chores in den vergangenen Wochen wichtig gewesen. Zum Auftakt der Reading week, die inzwischen auch schon wieder so lange her ist, dass es nicht mehr wahr ist, hatten Emöke, Laura und ich eine Dancing Party geplant, um hier mal etwas Schwung in die amerikanische Party-Kultur zu bringen, die hauptsächlich aus Rumstehen, Reden und Trinken besteht. Das gemeinsame Planen, Vorbereiten und dann auch Ausführen war ein großer Spaß!
Danach ging es erstmal vorallem Motivationsmäßig bergab. Die Reading Week wollte überstanden werden. Ich war allerdings noch nicht wirklich bereit für eine Pause, hätte zwar viel tun sollen, aber durch etlich blöde Zusammenkommnisse, war diese Woche eher ein Reinfall. Danach ging's aber Gott sei Dank wieder steil nach oben. Vorallem hinsichtlich des Arbeitspensums, denn die Midterms standen an. Bei mir hieß das, dass ich ein Paper abzugeben hatte und eine Prüfung geschrieben habe. Gefühlsmäßig bin ich zufrieden, offizielle Ergebnisse gab's bisher aber noch nicht.
Seit knappen zwei Wochen ist nun wieder der normale Unialltag eingekehrt ohne Prüfungen. Doch das bleibt nicht lange, denn am Donnerstag steht Thanksgiving vor der Tür und damit auch eine halbe Woche Ferien. Ich werde das Thanksgiving Dinner bei einem amerikanischen Studenten daheim miterleben und die restliche Zeit hoffentlich produktiv an meinem Schreibtisch verbringen. Mit großer Freude und mit Erschrecken stellte ich nämlich fest, dass Weihnachten gar nicht mehr soooo weit entfernt ist. Das heißt, dass ich nicht mehr sooo lange warten muss, meine Familie und danach Julian zu empfangen, aber leider heißt das auch, dass es nicht mehr sooo lange ist, bis ich meine vier Paper fertighaben muss. Mit einem habe ich bisher angefangen. Es bleibt also noch viel zu tun!

Was gibt es sonst noch zu berichten?
Ich lebe mich hier immer besser ein: sowohl die Gegend kenne ich nun schon ein wenig besser, in New York war ich auch nochmal, und vorallem die Leute und die Sprache werden mir immer vertrauter. Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich gar nicht mehr sagen kann, ob eine Person gerade mit mir in Englisch oder Deutsch geredet hat. Das Umschalten klappt immer schneller und problemloser. Es ist spannend zu beobachten, was sich bei einem selbst so im Laufe der Zeit verändert.
Der erste Kulturschock ist, denke ich, überstanden, nun geht es eher ans Eingemachte und sehr USA spezifische Dinge. Sehr eindrücklich sind mir meine Kontakte mit der Army in Erinnerung. Sei es, dass man auf der Straße angequatscht wird, ob man nicht in eine Liste aufgenommen werden will (NEIN, DANKE!!!!) oder sei es, dass man wirklich krasse Erzählungen hört am Veterean's Day. Ich bin gottfroh, dass unsre Bundeswehr nicht in dem Maße aktiv ist wie die amerikanische! Die befinden sich hier ständig irgendwo im Kampfeinsatz und die Bevölkerung muss dementsprechend auch mit den Auswirkungen leben. Krass! Und vorallem für mich ungewohnt.

Zum Schluss noch eine andere Anekdote, die ich diese Woche im Chapel Sevirce hörte: Wie nennt man Christen, die nur mit nem Lächeln auf dem Gesicht und purer Freude durchs Leben laufen, denn sie sind ja Christen und da gibt es nichts außer Freude? - Cha-Cha-Christen!
Fand ich nett...
Liebe Grüße aus den Staaten, passt auf euch auf!

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Das kann ich euch einfach nicht vorenthalten: Lustig, ja. Aber es stimmt auch nachdenklich.
Viel Freude damit:
http://www.chilloutzone.de, dort dann nach unten scrollen und auf den Link "Europa - der geheimnisvolle Kontinent" klicken. Los geht's.

Samstag, 13. Oktober 2007

Pumpkin Picking


Heute hat mein Stock etwas gemeinsam unternommen, was den Zusammenhalt stärken soll. Wir werden sehen. War aber richtig lustig, und vorallem richtig amerikanisch. Wir waren Kürbisse pflücken - und mit uns hunderte Familien, so dass auf der Farm ein richter Tumult war. Super! Ich habe ein paar Bilder gemacht, die euch einen Eindruck davon vermitteln. Danach ging's natürlich noch ans Gesichterschneiden...

(Sorry, für die zwei Posts, aber mein Blog läßt mich grad nicht meine Sachen löschen :-()
http://picasaweb.google.com/julia.kolb1983/PumpkinPicking

Der Herbst ist da!

Lange haben wir hier darauf gewartet! Die vergangenen Wochen waren eher wie ein August im Oktober: 30°C jeden Tag. Irgendwann hat man auch vom schönsten Sommer genug und will mal wieder was anderes sehen. Seit gestern können wir das auch! Endlich hat der richtige Herbst angefangen. Die Blätter verfärben sich, wenn auch bisher nur jene, die schon zu Boden gefallen sind, die Luft wird kühler und klarer und vorallem, es riecht wie ein Herbst riechen muss.


Ansonsten waren die vergangenen Wochen eher von Alltag geprägt als von aufregenden Erkundungen meiner Umwelt. Die Uni hält einen auf Trapp, macht aber auch Spaß. Und nach und nach entdeckt man immer wieder kleine Gemeinsamkeiten zwischen hier und Zuhause, zwischen Englisch und Deutsch (ich sage nur: Festschrift oder Apple Fest) und aber auch Dinge, die anders sind, worüber man sich aber freut (Hilfbereitschaft und Service, wenn man die Drop-Box in der öffentlichen Bibliothek nicht gefunden hat und einem dafür der Strafbetrag erlassen wird, man ist ja schließlich fremd hier.).


Die Zeit vergeht wie im Fluge und nun bin ich schon seit fast zwei Monaten aus Deutschland fort. In der übernächsten Woche steht dann die erste Semesterunterbrechung an: die Reading Week, nach der Paper abgegeben und Mid-term Exams geschrieben werden müssen. Aber in der man hoffentlich auch mal wieder Zeit findet, ein bisschen durch die Gegend zu fahren. Geplant habe ich einen Museumsbesuch oder so in New York.


Der nächste nähere Programmpunkt folgt im nächsten Post!
(Jaja, ich weiß, erst wochenlang nix schreiben und dann wieder zwei Sachen an einem Tag veröffentlichen. Schlechtes Timing, aber ihr werdet mir vergeben!(?) :-).)

Dienstag, 25. September 2007

New York!

Da die NJ Transit in der letzten Woche für uns Studenten Freifahrten anbot, entschlossen wir uns am Samstag nach New York zu fahren und einen ersten Eindruck von Manhattan zu bekommen. Im Fotoalbum seht ihr die Bilder in der Reihenfolge, wie wir gelaufen sind. So bekommt ihr einen guten Eindruck davon wie abwechslungsreich Manhattan ist und wie nahe die verschiedenen Welten beieinander liegen.
Eine tolle Stadt!

New York

Samstag, 22. September 2007

Weitere Bilder vom PTS Campus
Und noch ein Post für heute: Jonathan, der andere Student aus Tübingen, der mit mir hier in Princeton verweilt, hat sehr schöne Bilder vom Campus gemacht. Anstatt nun eigene Bilder hier auf meinen Blog zu stellen, verweise ich euch jetzt einfach auf seinen Blog. Dort findet ihr eine sehr schöne und sehr ausführliche Bilderzusammenstellung.
Seinen Blog findet ihr unter: www.jonathanprinceton.blogspot.com
Viel Spaß beim Durchschauen!
EOP
EOP = Early Orientation Programm für die Internationalen
Die Uni hat begonnen

Seit Mittwoch hat für mich das neue Semester begonnen. Ich habe insgesamt vier Kurse zu sehr unterschiedlichen Themenbereichen gewählt, dabei aber darauf geachtet, möglichst etwas für meine Allgemeinbildung zu tun. Herausgekommen sind folgende Kurse: Christian Women in the World of Later Antiquity, Theology in an Age of Science, Philosophy of the Arts und Sects & Cults in America.
Erst hatte ich große Angst, dass mir die Arbeit zuviel werden würde. Denn allein den Kursplan zu lesen ist schon anstrengend. Man muss viel lesen, Paper schreiben, Übungsgruppen leiten und natürlich fleißig mitdiskutieren, denn hier wird Mitarbeit benotet. Nach meinen ersten Veranstaltungen am Mittwoch war ich zuerst wieder etwas beruhigt. Es stellte sich heraus, dass meine Profs doch Menschen sind, und der Arbeitsaufwand schon zu schaffen ist. So dachte ich. Als ich anfing zu lesen, musste ich aber auch schnell feststellen, dass ich in einer Fremdsprache viiiiieeeeel langsamer lese als in Deutsch. Das hatte ich nicht bedacht!
Das Trostpflaster dabei ist, dass die Lektüre Spaß macht, weil die Themen mich wirklich interessieren. Zum Beispiel lese ich gerade über die Situation der Frauen in der griechischen Antike. Gerade die Antike interessiert mich sehr, das war schon in der Schule meine große Motivation für Latein, später dann auch für Griechisch.
Bis gestern las ich etwas über Sekten: auch nicht schlecht. Und ab hoffentlich bald darf ich ein Buch über "Scientific Faith and Religious Understanding" lesen mit dem tollen Titel "Pascal's Fire". Ihr seht, beschäftigt bin ich. Und ich habe Spaß.

Apropro Spaß: der soll natürlich nicht zu kurz kommen. Morgen geht's nach New York. Für uns Studenten sind diese Woche die Zugtickets für umsonst. Die Gelegenheit für einen Abstecher in die Großstadt.

P.S.: Wenn ich nicht wieder so faul bin, wie die letzte Woche, und es diesmal hoffentlich schneller auf die Reihe bekomme, etwas zu posten, dann könnt ihr hier bald die Bilder von New York bewundern...

Samstag, 15. September 2007

EOP oder auch Masters Orientation...
oder wie sie auch alle heißen. Langsam habe ich genug von den Einführungsveranstaltungen. Auch wenn sie ihre guten Seiten haben. So habe ich im EOP (early orientation programm) diese Woche schon gelernt, wie man ein Paper verfasst und mein erstes erfolgreich abgegeben. Doch es gibt auch andere Dinge auf dem Programm, die weniger interessant sind. Heute zum Beispiel: Health Insurance in Amerika! Leute, seid froh über das deutsche System!!! Dankt Gott jeden Tag, dass es doch so einfach und sooooo günstig ist! Hier muss man sich zuerst für einen Haufen Geld versichern und dann aber dennoch bei jedem Arztbesuch Pauschalen zahlen. Achso, eine Zahnversicherung ist da "NATÜRLICH" nicht dabei.
Solltet ihr mich mal wieder über das deutsche System klagen hören, erinnert mich an Amerika.

Montag, 10. September 2007

Freudige Nachrichten
Seit gerade eben besitze ich eine Festnetznummer. Die freudige Nachricht daran ist, dass es eine deutsche Telefonnummer ist, genauer gesagt eine Stuttgarter Festnetznummer. Dies wiederum bedeutet für euch, dass ihr mich relativ billig von eurem Telefon aus anrufen könnt. Ihr erreicht mich immer, wenn ich online bin, ansonsten ist mein Anrufbeantworter an. Online bin ich immer dann, wenn ich in meinem Zimmer bin und nicht schlafe. Alles klar? Ich freu mich auf eure Anrufe - egal ob ihr auch Skype habt oder mich nun über meine Rufnummer erreicht.

Meine Nummer lautet: hahaha.
Nee, nee. Das mache ich nicht. Nicht, solange jeder hier meine Nummer sehen kann. Schickt mir einfach eine Nachricht per Mail oder übers studivz oder schreibt einen Kommentar mit eurer Emailadresse, ich maile euch die Nummer dann zu.
:-)
Erste Eindrücke von Princeton
Dies sind diesselben Bilder wie im Studivz, also diejenigen, die sie dort schon gesehen haben: dies ist ein alter Hut für euch.
Für die Anderen: Hier könnt ihr einen ersten Eindruck von meinem neuen Zuhause bekommen.
Viel Spaß!
"Das blaue Ungetüm"

Gestern hatte ich einen sehr erfolgreichen Tag, was die Fertigstellung der Einrichtung meines Zimmers hier in Princeton betrifft.
Obwohl ich schon einiges mehr nach Amerika gebracht habe, als andere Austauschstudenten, aber dennoch viel weniger, als ich jemals in Deutschland um mich hatte (*schnief*), konnte ich damit nicht mein neues Zimmer füllen. Es ist dafür einfach zu groß. Soweit meine Probleme bis gestern.
Aber.....
Gestern Nachmittag fand auf dem Gelände des Seminarys eine Art Bazar statt, auf dem wir internationalen Studenten uns kostenlos verschiedene Dinge aussuchen konnten, die vorherige Jahrgänge internationaler Studenten oder auch amerikanische Studenten zurückgelassen haben. Das meiste davon noch in gutem Zustand. Da witterte ich meine Chance, mein Zimmer mit dem noch nötigsten auszustatten, damit es bewohnbar - also für mich bewohnbar (meine Definition ist da etwas anders, als die von anderen - naja, ihr kennt mich ja... -) - und gemütlich wird.
Bisher hatte ich nur eine Deckenlampe, deshalb stand ganz oben auf meiner Liste: Lampen. Die gabs auch, sodass ich nun stolze Besitzerin einer Steh- und einer Schreibtischlampe bin.
Aber das beste kommt jetzt: Ich hatte eine riesen leere Ecke in meinem Zimmer, die geradezu nach Möbeln schrie. Da ich mich zum Lesen gerne auch mal in einen bequemen Stuhl setze und ungern an den Schreibtisch, hielt ich auch nach einer bequemen Sitzgelegenheit Ausschau. Und es gab sie: leider weiß ich nicht, wie man dieses Gerät bezeichnen könnte, um es zu beschreiben. Wenn jemand von euch einen Namen dafür weiß, dann schreibt ihn mir bitte. Nun aber genug der Worte: hier kommt *tusch*, hier kommt *tusch*, hier kommt mein super bequemes "blaues Ungetüm" mit mir drinnen. Damit ihr noch wisst, wie ich aussehe... *hihi*
Sieht gut aus, oder?
Jetzt habe ich vorallem keine leere Ecke mehr...
Der Ausblick aus meinem Zimmer oder: der Baum
Als ich hier vor einer halben Woche einzog, konnte ich bei einem Blick aus meinem Fenster zwei wundervolle Bäume bewundern und betrachten. Beide standen nicht zu dicht an meinem Fenster, das heißt, Licht kam trotzdem rein. Die volle Schönheit meines Ausblicks könnt ihr auf obigem Foto sehen.
Gestern allerdings, da traf mich fast der heilige Schlag. Nach vollendetem Nachmittagsprogramm komme ich zu meinem Dormitory zurück und finde zwei riesen Lastwagen mit Kran und Häcksler, sowie mehrere mit Kreissägen bewaffnete Männer vor! Und die hatten doch echt nichts besseres zu tun, als einen meiner zwei lieben, in vollem Grün stehenden Bäume zu fällen. Als ich in meinem Zimmer ankam, bot sich mir von oben ein Bild der Verwüstung. Bisher hatten sie alle Äste abgesägt, die nun um den ehemaligen Baum verteilt auf ihre Zerkleinerung zu Holzspänen warteten. Das sah dann so aus wie ihr es rechts seht.



Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch: "Aha, sie machen zuerst das Kleinvieh, denn das macht ja bekanntlich viel Mist, und dann kommt die schwere Arbeit!".
Denkste!
Das tolle Denkmal haben sie einfach stehen lassen! Nun habe ich einen Marterpfahl direkt vor meinem Fenster! Ich kann euch sagen: ein sehr erbaulicher Anblick!
Aber seht es euch selbst in aller Pracht an...


Sieht das nicht herrlich aus?
Ich hoffe, das kommt auch noch weg. Oder sie dekorieren es wenigstens angemessen. In Rosa- und Pinktönen würde ich vorschlagen... ;-)
Andere Vorschläge?

Samstag, 8. September 2007

Erinnert ihr euch an diesen Geldschein?

Diejenigen, die es nicht tun: Well, dann gehört ihr nicht zu den Glücklichen.
Diejenigen, die ihn wiedererkennen: Ihr seid die Glücklichen, die mein Leben hier heute schon versüßt haben.
Heute war ein Tag, von dem ich sagen würde, er war gelungen. Er startete etwas überschattet für mich, da ich lange versucht habe zu telefonieren. Allerdings ohne Erfolg zu haben. Als es um die Mittagszeit endlich geklappt hatte - thanks God - schien die Sonne gleich viel heller und - meiner Meinung nach - ist seitdem ein Teil des Knotens geplatzt. Heute Mittag haben wir in unserer Gruppe der Internationalen angefangen uns miteinander zu beschäftigen. Es bilden sich erste kleinere Gruppen, die jedoch nicht zu fest sind, sodass, wenn immer es jemand möchte, er/sie hinzustoßen kann. Gerade bei den Mahlzeiten macht es das ganze viel einfacher, weil ich nun weiß, ich kann mich zu den Leuten hinsetzen, ich weiß, worüber wir - und vorallem, dass wir uns - unterhalten können. Heute Abend haben wir uns Frisbees organisiert und in einer ziemlich großen Gruppe mitten auf dem Campus auf einer großen Wiese - the Quad - Friesbee gespielt. Als es um kurz vor acht zu dunkel dafür war, haben wir beschlossen noch was trinken zu gehen. Sehr nett! Das erinnerte mich an das vergangene Sommersemester in Tübingen. Leider kamen wir nicht weit, da zwei von uns keine I.D. Card dabei hatten und wir sie auch nicht außerhalb des Pubs stehen lassen wollten. Folglich sind wir dann Eisessen gegangen. Very delicious! Ihr seht, euer Geburtstagsgeschenk trägt Früchte und hilft mir sehr viel mich hier einzuleben. :-)

And by the way: Ich bin seit heute stolze Besitzerin eines amerikanischen Kontos mit einer Debit- sowie Visa-Card!!! Juhu!!! Wenn ich dann mal mein Geld eingezahlt habe - damit meine ich nicht den Rest der 20 Dollar, die ihr oben seht... ;-) - dann können die Shoppingtrips durch die wunderbaren, kleinen, teuren Läden in Princeton beginnen.

God bless you!

Donnerstag, 6. September 2007


Zimmer 302
Da ist sie wieder, die Zahl, die mich schon die letzten 1 1/2 Jahre begleitet hat. Doch da war es die Zimmernummer im Stift, nun ist es meine Zimmernummer in der Brown Hall in Princeton. Zufall? Nein, Fügung!
Heute bin ich nun endlich in meinem neuen Zuhause auf Zeit angekommen. Gerade sitze und genieße ich es sehr, von meinem Laptop und meinem neuen Zimmer aus diesen Post zu schreiben.
Von den vergangenen Urlaubstagen gibt es viel zu berichten: dies werde ich immer wieder in Häppchen mit Bildern gepaart einschieben, sonst wird es jetzt zu viel auf einmal.

Zunächst: Heute morgen fand ich mich in Princeton ein und wurde auch gleich durch nette Willkommensschilder an den Türen zur Tempelton Hall begrüßt. Also nicht ich persönlich, sondern alle internationalen Studenten natürlich.
Mir wurde nach einigen Erklärungen und verschiedenstem Material dann auch mein Zimmer gezeigt. Super! Es ist ziemlich groß und richtig nett um die Ecke geschnitten.
Dieses Bild zeigt den "Eingangsbereich". Ihr müsst euch vorstellen, dass ich in der Ecke stehe, und mich zum nächsten Bild nur nach rechts drehen muss. Neben mir ist auch ein Fenster... :-) Die Wände sind noch kahl, aber da wird im Laufe der Zeit bestimmt noch anders. Am Samstag findet außerdem ein Bazar statt, auf dem wir uns Dinge heraussuchen können, die internationale Studenten vor uns, zurückgelassen haben. Dazu gehören wohl vorallem Lampen, Stühle, kleine Kühlschränke etc. Da ich bisher nur eine Deckenlampe habe, hoffe ich, dort zwei Lampen zu bekommen. Eine für meinen Schreibtisch, eine für die Kommode. Ich werde euch auf dem Laufenden halten... ;-)

Doch soweit, so gut: ich bin gut an meinem Zielort angekommen. Und morgen früh beginnt die Einführungswoche. Davon wird es bestimmt was zu berichten geben...

Samstag, 25. August 2007

Gut angekommen!
Nach einem sehr ruhigen und gar nicht so lange dauernden Flug bin ich am Mittwochnachmittag (Ortszeit) gut in Philadelphia gelandet!
Nach einem ersten Schock beim Anblick der Industrie in Philly, gefaellt das Land mir hier sehr gut. Vorallem der kurze Abstecher nach Princeton war seine Zeit wert. Dort ist es richtig schoen! Es ist eine kleine schnuckelige Stadt mit einer Haupteinkaufsstrasse mit kleinen Laeden, einer richtig schoenen Theologenuni und schoenen Wohnheimen (zumindest soweit ich das von aussen beurteilen kann).
Seit Donnerstagnachmittag fahre ich nun mit meiner Familie fleissig durchs Land. Wir haben schon Amish people gesehen, Farmlandschaften und aber auch Gorssstaedte wie Annapolis, wo wir fuer die kommenden 2 Naechte uebernachten werden.
Mal sehen, wann ich wieder ans Internet komme, dann gibt es mehr Reiseerfahrungen und -erlebnisse zu berichten...

Dienstag, 21. August 2007

Wie sieht es aus, wenn man für ca. 11 Monate ins Ausland geht?
Diese Frage kann ich nun einfach mit nebenstehendem Bild beantworten: Es sieht vorallem nach viel Gepäck aus!
Seit Wochen habe ich immer wieder mein Hab und Gut in den Händen gehalten, um es von einem Ort an den nächsten zu räumen. Als erstes ging es darum, mein Zimmer im Stift leer zu bekommen: Dabei halfen besonders meine beiden Schränke auf dem Dachboden, in die doch erstaunlich viel hineinpasste. Dann kamen meine Eltern und holten meine Möbel ab. Es folgten die Kisten und ich saß in einem kahlen und unfreundlichen Zimmer, welches ich dennoch mit tollen Erlebnissen verbinde.
Kaum zu Hause angekommen - schwer mit dem letzten Rest bepackt ging es letzten Donnerstag nach Stuttgart - ... kaum zu Hause angekommen, musste ich schon wieder packen und umpacken. Diesmal musste alles in Koffer gepackt werden. Obwohl ich mich wirklich sehr beschränkt habe, wurden es zwei große Koffer, die allerdings nur 23kg wiegen dürfen, mein großer Rucksack, 2 Handgepäckstücke, mein Laptop und eine Handtasche (auf dem Bild leider nicht vorhanden).
Ich habe bereits jetzt schon Bauchgrimmen, wenn ich an meinen Rückflug in etlichen Monaten denke ... Meist werden die Sachen, die man mitnimmt, ja nicht weniger, sondern mehr!

Morgen um 10.05 Uhr soll es also losgehen. In den vergangenen Tagen und Wochen haben immer wieder die verschiedensten Leute mich gefragt: "Und bist du schon aufgeregt?", "Oh, das ist nun aber schon ziemlich bald, oder?", "Und wie ist es so, sich zu verabschieden?". Für mich ist alles nicht besonders real. Bis eigentlich zum Augenblick fühle ich mich, als würden nur andere Leute morgen zum Flughafen fahren, und ich begleite sie dorthin - aber höchstens. Klar, die letzten Wochen waren geprägt von letzten Geburtstagsfeiern "bevor ich gehe", von letzten Weggehabenden "bevor ich gehe", von letzten Kaffeerunden "bevor ich gehe", usw.
Doch immer noch bin ich einfach hier. Es stehen immer noch Leute auf der Anrufliste. Auch ein Treffen mit einer besonders lieben, mir sehr ans Herz gewachsenen Person steht noch auf meinem Programm.
Da kann ich doch nicht einfach so schon gedanklich fort sein...

Die nächsten Wochen werde ich mit dem Auto und meiner Familie meine zukünftige Umgebung erkunden. Die ersten Eindrücke meiner neuen Heimat in Princeton, erfahrt ihr dann erst danach.
Aber es gibt ja auch die Post... und liebe Gedanken, die ich immer wieder zu jedem von euch schicken werde...
Bis bald!
Dann von einem anderen Kontinent!

Montag, 30. Juli 2007



Noch in Deutschland!
Nun rückt es immer näher - die Abreise! Mein Aufregung nimmt zu und damit einhergehend auch die Vorfreude und der Abschiedsschmerz. Bereits am letzten Freitag musste ich mich von den ersten meiner Freunde verabschieden und gestern folgte meine Verwandtschaft. Gerade bei den Großeltern merkt man, wie schwer es einem fällt, für ein Jahr so weit wegzufahren, da man nicht weiß, wie man sich wiedersieht.
Doch: Noch ist es nicht Zeit im Abschiednehmen zu verschwinden und die Freude auszuklammern. Denn es liegen noch drei tolle Wochen hier in Deutschland vor mir. Oder anders ausgedrückt: zich befinde mich gerader auf halber Strecke zwischen dem Antrag auf ein Visum in Frankfurt und meinem Abflug! Also kein Grund für zu schwere Gedanken! :-)