Dienstag, 21. August 2007

Wie sieht es aus, wenn man für ca. 11 Monate ins Ausland geht?
Diese Frage kann ich nun einfach mit nebenstehendem Bild beantworten: Es sieht vorallem nach viel Gepäck aus!
Seit Wochen habe ich immer wieder mein Hab und Gut in den Händen gehalten, um es von einem Ort an den nächsten zu räumen. Als erstes ging es darum, mein Zimmer im Stift leer zu bekommen: Dabei halfen besonders meine beiden Schränke auf dem Dachboden, in die doch erstaunlich viel hineinpasste. Dann kamen meine Eltern und holten meine Möbel ab. Es folgten die Kisten und ich saß in einem kahlen und unfreundlichen Zimmer, welches ich dennoch mit tollen Erlebnissen verbinde.
Kaum zu Hause angekommen - schwer mit dem letzten Rest bepackt ging es letzten Donnerstag nach Stuttgart - ... kaum zu Hause angekommen, musste ich schon wieder packen und umpacken. Diesmal musste alles in Koffer gepackt werden. Obwohl ich mich wirklich sehr beschränkt habe, wurden es zwei große Koffer, die allerdings nur 23kg wiegen dürfen, mein großer Rucksack, 2 Handgepäckstücke, mein Laptop und eine Handtasche (auf dem Bild leider nicht vorhanden).
Ich habe bereits jetzt schon Bauchgrimmen, wenn ich an meinen Rückflug in etlichen Monaten denke ... Meist werden die Sachen, die man mitnimmt, ja nicht weniger, sondern mehr!

Morgen um 10.05 Uhr soll es also losgehen. In den vergangenen Tagen und Wochen haben immer wieder die verschiedensten Leute mich gefragt: "Und bist du schon aufgeregt?", "Oh, das ist nun aber schon ziemlich bald, oder?", "Und wie ist es so, sich zu verabschieden?". Für mich ist alles nicht besonders real. Bis eigentlich zum Augenblick fühle ich mich, als würden nur andere Leute morgen zum Flughafen fahren, und ich begleite sie dorthin - aber höchstens. Klar, die letzten Wochen waren geprägt von letzten Geburtstagsfeiern "bevor ich gehe", von letzten Weggehabenden "bevor ich gehe", von letzten Kaffeerunden "bevor ich gehe", usw.
Doch immer noch bin ich einfach hier. Es stehen immer noch Leute auf der Anrufliste. Auch ein Treffen mit einer besonders lieben, mir sehr ans Herz gewachsenen Person steht noch auf meinem Programm.
Da kann ich doch nicht einfach so schon gedanklich fort sein...

Die nächsten Wochen werde ich mit dem Auto und meiner Familie meine zukünftige Umgebung erkunden. Die ersten Eindrücke meiner neuen Heimat in Princeton, erfahrt ihr dann erst danach.
Aber es gibt ja auch die Post... und liebe Gedanken, die ich immer wieder zu jedem von euch schicken werde...
Bis bald!
Dann von einem anderen Kontinent!

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